Kaninchen-Sprache

Verstehst du die Kaninchen-Sprache? Lies den Text und wähle die richtige Antwort zu jeder Frage. Manchmal gibt es mehrere richtige Antworten.

Kaninchen-Sprache
kaninchen.jpg

Wer sein Kaninchen verstehen will, muss seine Körpersprache kennen.Wenn es mit den Hinterläufen aufstampft und trommelt, bedeutet dies Angst .
Wildkaninchen klopfen heftig mit den Hinterläufen auf den Boden, wenn Feinde sich nähern. Anschließend verschwinden sie blitzschnell in ihren Bau.
Mit angelegten Ohren fest auf den Boden gedrückt, gilt als Tarnhaltung und erfolgt bei plötzlich auftauchender Gefahr oder bei lauten Geräuschen. Vorsicht, das Tier kann panikartig fliehen und dabei gegen die Wand rennen.

Mit Aufstellen und Männchenmachen verschafft sich das Kaninchen einen besseren Überblick. Es kann so besser Duftquellen erschnüffeln und über Hindernisse hinwegsehen. Das Tier richtet sich aber auch auf, um an leckeres Futter zu gelangen. Im Käfig stelle es sich häufig auf und springt freudig hoch, wenn man mit Futter kommt.

Wenn es sich wälzt, fühlt es sich einfach wohl.
Mit angelegten Ohren, entspannt in der Hocke sitzend, manchmal mümmelnd, so ist die Ruhestellung des Kaninchens. Stören sie es jetzt nicht.

Die Seitenlage mit weggestrecktem Bein, die Augen beginnen sich zu schließen, nun ist das Kaninchen müde und möchte schlafen.
Ein erschöpftes Kaninchen streckt manchmal beide Läufe nach hinten, wenn es zu heiß ist, oder nach einem anstrengenden Lauf.
Ein stupsen mit der Schnauze dient der Begrüßung, aber auch als Aufforderung zum schmusen.

Wenn es versucht die Hand wegzuschieben, will es uns damit sagen, dass es nun genug gestreichelt wurde.
Ohrenschütteln beobachtet man häufiger bei Rassen mit langen Ohren. Es heißt soviel wie, es reicht nun wirklich.
Wenn das Kaninchen die Hand ableckt, will es damit sagen, dass es sich bedankt, uns mag.

Eine angespannte Körperhaltung,
den Schwanz weggestreckt,
den Kopf vorgereckt,
die Ohren leicht nach vorne gerichtet,
heißt das es jetzt sehr aufmerksam ist, neugierig, und zugleich vorsichtig. So begegnen sich auch fremde Kaninchen, bevor sie sich beschnuppern.

Legt das Kaninchen die Ohren nach hinten,
Achtung: Jetzt kann ein blitzschneller Angriff kommen, das Kaninchen ist aggressiv.

Reibt das Kaninchen sein Kinn an Gegenständen,
markiert es mit Hilfe einer Duftdrüse unter der Zunge die über Poren einen für den Menschen nicht wahrnehmbaren Geruch absondert.
Das Kaninchen markiert so sein Gebiet.

Nimmt es Kotkügelchen auf, geschieht dies meist schon vom After weg.
Dabei handelt es sich um Blinddarmausscheidungen, die im Gegensatz zur normalen Lösung nicht rund und trocken, sonder feucht, glänzend und nierenförmig sind. Das Kaninchen nimmt damit lebenswichtiges Vitamin B auf.

Wenn es scharrt und buddelt, will es sich einen Bau graben.
Stark ausgeprägt ist dieser Trieb bei der brünstigen und trächtigen Häsin.

Manchmal kann es aber auch der Wunsch nach mehr Zuneigung sein, den es hiermit ausdrücken will .

©1996-2000 Marianne Herweg-Gaus